10. Spridgettreffen vom 4. bis 7. Juni 2015 im Westerwald

Stöffel Park Enspel

Als wir uns im Frühjahr 2006 zu unserem ersten gemeinsamen Spridgettreffen im Westerwald trafen, waren wir überwältigt von der Resonanz der Teilnehmer für dieses spezielle Treffen, das für die „kleinsten“ Vertreter der jeweiligen Marke veranstaltet wurde.

Nach weiteren Treffen im Norden, Süden oder Westen, bei denen sich die Teilnehmerzahl pro Veranstaltung auf 60 bis 70 Fahrzeuge aus dem In- und Ausland eingependelt hatte, war es nun an der Zeit, sich Gedanken darüber zu machen, wo unser zehntes Treffen stattfinden sollte. Schon seit längerer Zeit spielte Heinz mit dem Gedanken, an dem Ort, an dem alles begonnen hatte, auch das erste große Jubiläum feiern.

So fand das 10. Internationale Spridgettreffen wieder in Girod im schönen Westerwald statt, wie immer am langen Fronleichnams-Wochenende. Das Hotel Freimühle diente wieder als Versammlungs- und Ausgangsort für vier schöne gemeinsame Tage.

Gemeinsame Ausfahrt zum Treffen

Start zur ersten Ausfahrt im Hotel Schon die Anreise zum Treffen nutzten einige Teams als gemeinsame Ausfahrt. Neben den Gruppen Süd und West startete unsere Gruppe Nord mit zehn Fahrzeugen. Treffpunkt war der Rasthof Paderborn-Mönkeloh. Von dort aus ging es über gemütliche Landstraßen durchs Sauer- und Siegerland in den Westerwald.

In Girod angekommen, begrüßte uns das komplette Orga-Team um Heinz und Margit Schattner, Gerd und Doris Eberhardt sowie Timo Schattner und Anna Lena Herborn. Auch hier sieht man, dass der Apfel nicht weit vom Baum fällt, denn die nächste Generation steht schon in den Startlöchern. Der Donnerstag endete dann bei schönstem Wetter im Biergarten und alle waren gespannt, was Heinz und seine Crew für die nächsten Tage geplant hatten.

Am Freitagmorgen

gingen 66 Teams aus vier Nationen an den Start. Mit einem gut ausgeklügelten Roadbook ging es durch den Westerwald, vorbei an der Burgruine Isenburg zu unserem Mittagstreffpunkt an der Ruine Reichenstein. Schrauberwettbewerb Während sich die Einen beim Zündkerzenwechseln gegen Uhr und Gegner übten, suchten sich die Anderen ein schattiges Plätzchen, um den Temperaturen von über 30 Grad Celsius zu entkommen.

Weiter ging es durch das Tal der Wied zurück in Richtung Girod. Die Nacht von Freitag auf Samstag war recht unterhaltsam, da neben Starkregen und schwerem Gewitter ein MGB ein Eigenleben entwickelte und seine Alarmanlage von drei bis fünf Uhr in der Frühe ununterbrochen einschaltete. Am Morgen tat sein Besitzer dann kund, dies sei immer der Fall, wenn der Wagen im Regen stehe. Wie beruhigend, dass sein Zimmer nach hinten hinaus lag und er von all dem Gehupe nichts mitbekommen hatte.

Die Tour am Samstag führte uns durch das Lahntal, über Balduinstein, vorbei an der Schaumburg in Richtung Koblenz. Mittagsziel war die Festung Ehrenbreitstein. Von dort aus ging es mit der Seilbahn über den Rhein zum Deutschen Eck, um uns im Biergarten ein wenig zu stärken. Die anschließende Zeit nutzen einige für einen Bummel in der Koblenzer Altstadt oder zur Besichtigung der Festung.

Weiter ging es am Nachmittag

entlang des Rheins, durch das Sayntal und den Westerwald zum StöffelPark. Der Industriepark, in dem ehemals Basalt gebrochen wurde, veranschaulichte den Teilnehmern anhand von Bildern das Leben und Arbeiten unter den damaligen Bedingungen. Ebenso beeindruckend waren die Fossilienfunde, so unter anderem auch die „Stöffelmaus“.

Rollierend fuhren wir zurück zur Freimühle, wo das Abendessen schon auf uns wartete. Anschließend nahmen Timo und Anna Lena im passenden britischen Outfit die Siegerehrung vor. Verlierer gab es nicht, denn Heinz hatte für jedes Team einen Preis zu vergeben.

Nach guter Tour eine gute Tat: Nebenbei wurde dieses Treffen auch genutzt, um Anderen zu helfen. In einer Spendenaktion für ein brasilianisches Kinderdorf kamen 600 € zustande, die sicher zu 100 % ankommen und vielen Kindern eine Freude bereiten werden. Infos hierzu unter http://www.kinderdorf-guarabira.de.

Am Sonntag

trennten sich die Wege wieder. Ein Dank geht natürlich an das Orga-Team für das gelungene Event, an das Hotel für ein wiedermal gelungenes Ambiente mit leckerem Essen, an Heinz Deutsches Eck in Koblenz persönlich, wegen seines guten Drahtes zum Wettergott, und natürlich an alle Teilnehmer, die solch ein Treffen erst ausmachen. Und schon am letzten Tag des Treffens freute man sich auf 2016. Dann wird das Spridget-Treffen am Bodensee stattfinden. Die ersten Zimmer sind bereits gebucht. Und auch dort wird die Teilnehmerzahl sicherlich jenseits der 70 liegen, da sich die Schweizer Fraktion mit einer großen Gruppe angemeldet hat.


Wer also mit dabei sein möchte, sollte sich den Termin schon mal notieren: 26. bis 29. Mai 2016 in Uhldingen am Bodensee.


Text

Marcus Pieper

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