Restauration eines 78er Midget 1500

  • Hallo,

    nach langer Zeit der Untätigkeit bin ich jetzt soweit, meinen Midget MK II lackieren zu lassen. Alle Vorarbeiten sind soweit erledigt, das Auto ist komplett nackig. Der Versuch einer Endlackierung in Eigenleistung in meiner Werkstatt ist leider schief gegangen. Beim ersten Einnebeln mit dem 2 K-Lack ist stellenweise Orangenhaut aufgetreten, den ich jetzt mühsam wieder abschleifen muß. Ich denke, das liegt daran, das mein Kompressor nicht die konstante Druckleistung abgibt.

    Ich ärgere mich doch immer wieder, welche Preise durch die Lackierer aufgerufen werden, obwohl mir schon klar ist, das bei Top-Lackierung mit Garantie, Einbrennen des Lacks usw. schon was fällig ist. Aber wir haben ja im Grunde "Brot und Butter- Autos" wo die Lackierung nicht den gesamten Anschaffungs-u. Ersatzteil- Preis übersteigen sollte.

    Der 2 K-Lack ist doch relativ einfach zu verarbeiten und trocknet auch an der Luft.


    Wie habt ihr eure Spridgets lackieren lassen (oder selber lackiert) ? Über Erfahrungen und Tips und Preisgestaltung wäre ich sehr dankbar. Vielleicht kennt jemand einen Lackierer im Umkreis Köln.

    LG Hardy

  • Hallo Hardy,

    schade, ist wohl blöd gelaufen. Aber ein leistungsfähiger Kompressor kostet deutlich weniger als eine Profilackierung. Wäre ggf noch ein Versuch wert.

    Bist du dir sicher, dass es am Kompressor liegt? Ggf mal nach Lackfehlern nachgooglen. Fehler können beim Lack viele passieren.

    Ich habe meinen Frosch auch selber lackiert und geht man dichter heran, sieht man das auch. Aber für das Geld einer Lackierung kann ich viel Lack kaufen und es mehrmals durchziehen.

    Grüße

    Frank-Uwe

  • Lackierung ist nicht einfach. Der Kompressor muss nicht mehr als 3 bar dauerhaft leisten. Aber Lackzusammensetzung und Temperatur und Luftfeuchtigkeit ist für gute Lackierung sehr wichtig. Aber am Allerwichtigsten ist korrekter Lackaufbau von Primer, Füller bis zu Vorlackierung und dann Endlackierung. Ohne Lackkabine mit Absaugung wird die Lackierung zum Glücksspiel. Wenn es einfach wäre, würden Lackierfachbetriebe keine Kunden haben. Ich arbeite selbst in Lackierung aber nicht Lackierer.

    Viele ( manchmal über hundert) Stunden dauert die Vorbereitung für Volllackierung von einem Oldtimer bis die Flächen nicht mehr wellig sind, Spaltmasse stimmen, und alle Anbauteile passen. Das können nur Experten vor denen ich meinen Hut ziehe. Viele Lackiererbetriebe wollen das garnicht machen weil es eine sehr eintönige und genaue Arbeit ist.

    Der hohe Preis einer guten Lackierung kommt durch die Arbeitsstunden der Vorbereitung. Die Lackierung selbst dauert eine Stunde. Eine Profi-Lackierbetrieb wird ein Auto nur selbst von Grunde vorbereiten und nicht "nur" lackieren. Nach einem halben Jahr kann bei falschem Lackaufbau der ganze Lack hochgehen oder sich Risse bilden. Das will keine Lackierung haben, denn dann ist Ruf nicht mehr zu retten.

    Nur meine Meinung.


    Salut

    Marc

  • Hallo zusammen,

    Ich wäre froh, wenn ich mich schon um den Lackaufbau kümmern könnte ... ;)

    Ein Kumpel von mir ist Lackierer, er wird mich dabei unterstützen :)

    Ich erinnere mich, dass er mal erzählt hat, das Orangenhaut bei zu viel Farbe auftritt (?)

    Viele Grüße

    Richard

    1978 MG Midget 1500 in Arbeit - 1976 Dodge W200 auf der Straße - 1987 Trabant als Hühnerstall - 2005 Chrysler 300c Alltagskiste

  • Eine US Thermoplastlackierung ist das Schlimmste was einem Lackierer passieren kann, wenn etwas auszubessern ist.

    Eine gute Lackierung ist keine Concours Lackierung. Da ist dann nochmal eine Differenz. Aber aus meine Erfahrung werden die meisten Oldtimer von ihren Besitzern irgendwann wieder verkauft. Eine schlechte Lackierung will kein Käufer haben.

    Salut

    Marc

  • Frag mal Ragnar. Der hat ne Rolle genommen und damit die neuen Kotflühel gelackt. Sieht garnicht sooo schlecht aus. Zwinker meinerseits. Aber im Ernst und das ist kein Witz. Hab noch nen Artikel rumliegen,wo ein Engländer seinen Aston Martin Ulster mit nem Pinsel gelackt hat. Ich glaub 10 Schichten mit Zwischenschliffen. Der hat auf Anhieb den Concours gewonnen. Ich wollt es immer mal probieren an nem Blechprobestück. Wenn Du Trockenzeiten berücksichtigst und bis 2000 er schleifst und dann polierst mit cutting Paste sollte sowas möglich sein. Aber eben nicht beim ersten Anlauf.

    Piet grüßt

  • Moin Piet,

    ich hab den kompletten Rahmen meiner Suzuki mit Hammerite- Schwarz gestrichen und man muss schon genau hinschauen um das zu erkennen. Das Zeug verläuft irre gut. Klar,kann man nicht mit großen Flächen vergleichen aber wenn man das Zeug nochmal etwas verdünnt, z.B. mit Owatrol, schön warmes Wetter hat und das ganze im Anschluss mit 2000er nass schleift und danach poliert.....why not?! Möglicherweise ne gute Option für ne Teillackierung?

    Wenn man damit leben kann spart man eben einige Tausender, auch fein:)

    Frank grüßt;)

  • An das neue Forum muß ich mich noch dran gewöhnen. Wie kann ich den Text zu den Bildern anhängen ?

    Jedenfalls will ich das mit dem selber lackieren doch nochmal versuchen. Orangenhaut anschleifen, Kompressor reparieren lassen (Druckregler neu einstellen- bringt nicht über 5 bar),

    Lack besser einstellen ( hab ja noch genug für mehrere Versuche), evtl. kann man ja durch Polieren noch Verbesserungen erzielen.

    Auf verschiedene Suchanzeigen für Lackierer hat sich bisher nichts getan, bis auf Phantasiepreise. Können ja an mir nicht viel verdienen - machen dafür lieber ein paar Unfallfahrzeuge - die Versicherungen sind ja so dumm und zahlen diese Preise. Schaun wer mal.


    Gruß Hardy

  • Ich habe einen kompletten Land Rover gerollt, zweifarbig. Mit der richtigen Farbe wird das auch korrekt. Die Angelegenheit sah hinterher nicht schlechter aus, als die Originallackierung. Wollen wir mal höflich an die Lackierung von VW aus den 80 ern und 90 ern erinnern, das war schlimmer als gut gerollt. Wenn jemand gut mit der Rolle ist, wird das alle mal besser als schlecht gespritzt.

  • Hallo,

    der Lackierer meiner Wahl (gibt auch groß keinen Anderen in der Gegend) sagte zu mir: "Das ist mir zu viel Arbeit"!

    Ich war wie vor den Kopf geschlagen. Das kleine Wägelchen mit fertiger Innenlackierung!?

    Nun, wie oben schon erwähnt wurde, andere rufen Mondpreise auf um es nicht zu machen.

    Jetzt bin ich auch selber dabei. Warte nur auf entsprechende Temperaturen für die End(spritz)lackierung.


    Frühlingshafte Grüße,

    Eckhard

  • Hallo zusammen,

    gestern ging es weiter an der Hinterachse, die Ankerplatten und Radnaben demontieren. Da die Muttern der Ankerplatten rund gerostet waren, eine fummelige Aufgabe ;) Dazu ein paar Bilder. Zum Lösen der Radnabenmuttern (1-7/8 Inch, 47,625mm) auf dem Achsrohr habe ich mir einen China- Nusskasten in 3/4 Zoll zugelegt. Somit ist das zukünftig auch kein Problem mehr, bisher hält das Material Chinesium ^^

    Gestern habe ich auch die Benzinpumpe an meinem Dodge W200 Pickup (1976, 5,2l V8) getauscht. Die Membran war ziemlich am Ende und hatte Probleme, nach einigen Tagen Standzeit den Sprit in Richtung Vergaser zu befördern. Die Pumpe war mit 1982 gestempelt, dann darf das auch mal sein :)

    Viele Grüße aus dem Norden

    Richard

  • Hallo zusammen,

    Nach dem Entfernen des Unterbodenschutzes kamen diese Funde zutage. Die Blattfederaufnahmen vorne sind quasi nicht mehr existent, ich bin etwas ratlos...


    Viele Grüße Richard