Nockenwelle - Tips

  • Hallo,


    da ich ja nun mit einer neuen Nockenwelle rechnen muss - welche macht am meisten Sinn bzw. womit habt ihr gute Erfahrungen gemacht?


    Ich möchte jedenfalls so wenig wie möglich am System ändern - also "stock" bleiben. Minispares empfiehlt den Kent MD246. Vom Leistungsspektrum wäre glaub ich der MD256 sogar näher dran...


    Was haltet ihr davon?


    Liebe Grüsse,

    Wolfgang

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    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.

  • Guter Ansatz original zu bleiben. Warum fischte nicht in der Bucht nach ner alten Welle. Die liegen bestimmt in Massen in den Garagen,nachdem auf "schärfer" umgebaut wurde. Und weil die Motoren jetzt wie sonstwas laufen und bestimmt 0,8 Ps mehr haben, sind die für ganz kleines Geld zu haben.


    meint Piet

  • Hallo Wolfgang,

    ich habe in meinem 1098 sehr gute Erfahrungen mit einer 276 er Nockenwelle gemacht. Dazu kam nur ein Fächerkrümmer. Von da an hatte ich soviel Leistung, das Hendrik damals Bauklötze staunte. Laut Kurt Sturm wären damit ca. 65 PS vorhanden gewesen. Wieviel es wirklich sind?

    Wichtiger ist, dass der schon unten herum gut loslegt. Es wird viel erzählt, dass diese Nockenwelle erst bei höheren Drehzahlen gute Leistung bringt. Deshalb sind viele der Meinung bei 266 ist für die Straße Schluss. Meine Erfahrungen, siehe oben.

    Schöne Grüße

    Ragnar

    Seriennockenwellen kosten neu um die 170 wenn ich mich recht erinnere!

  • Hallo Wolfgang,

    ich habe auch einen 10CC Motor und habe vor einigen Jahren bei der Motorüberholung auf Empfehlung von Mike Garton (bekannter Sprite Rennfahrer der 60er Jahre) den ich sehr gut kenne, eine Kent MD256 eingebaut. Sie ist leicht schärfer als die Originalnockenwelle und hat etwas mehr Hub. Sie ist aber ohne Drehmomenteinbusse in unteren Drehzahlen (im Vergleich zu 276er). Der Motor geht richtig gut.


    Salut

    Marc

  • Vielen Dank für eure Rückmeldungen und die PNs - das hat mir schon weitergeholfen!


    LG,

    Wolfgang

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  • Wolfgang, warum musst Du denn mit einer neuen Nockenwelle rechnen? Was habe ich da verpasst? also wenn Du "stock" bleiben willst, warum suchst du nicht wie Piet schon anklingen lies, ne alte originale? Ja, viele sind eventuell schon abgenudelt.

    Es ist doch so, der Hersteller eine Autos/Motors, hat schon damals den optimalen Kompromiss von, zB Leistung/Haltbarkeit/ Motorkarakteristig gesucht und gefunden. Weil glaube mir, die hätten liebend gerne 20 oder 20 PS mehr "rausgeholt", das konnten die natürlich auch, aber eben zu Lasten der oben genannten Parameter. Wenn Du mich fragst, mit welcher Nockenwelle ich gute Erfahrungen gemacht habe, dann sage ich Dir jetzt: Piper BP300. Die hat 310 Grad am Einlass und Auslass. Ich sage Dir, damit dreht das Ding über 8000upm, und das will nicht aufhören bis es auseinanderfliegt, wie letzes Jahr auf der Solitude. Aber, wie oft im Leben kann man den Arturo Merzario im Formel 2 Sharknose Ferrari überholen? Ist halt nicht fahrbar!!! Weil Leistung kommt erst ab 4500. Grad baue ich einen Motor mit der 649ger Welle. Das war die beste Nockenwelle aus Abingdon. Bis heute basieren ALLE Renn-Nockenwelle auf der 649ger und in 60 Jahren haben sich nur ganz geringfügige Verbesserungen ergeben. 300 Grad am Einlass und Auslass. Allerdings zieht dad Ding ab 3800upm. Das ist aber auch nicht das was Du willst. Also, back to the roots. Eine MD 246 ist eine sehr milde Nockenwelle, welche ziemlich der Serie entspricht. Ich könnte dir Deine Seriennockenwelle vermessen, also Steuerzeiten und Ventilhub, dann kann man die Nockenwellen untereinander vergleichen und "vorherschätzen" was sich wohl ergeben würde. Pass auf, seit mehr als hundert Jahren wird mit Wasser gekocht. Das alles ist keine Raketenwissenschaft.

    Die Daten der Seriennockenwelle lassen sich bestimmt auch ergoogeln.


    Gruss

    Roland

  • Moin zusammen,

    lesen erleichtert die Bildung. ;)

    Zitat aus David Vizzard 3. Auflage Seite 284/285.Da ist eine Nockenwellentabelle. Für den 1300er Spridget stehen dort folgende Daten für die Seriennockenwelle

    Inlet opens BTDC 5°

    Inlet Closes ABDC 45°

    Exhaust opens BBDC 51°

    Exhaust closes ATDC 21°

    Inlet period 230°

    Exhaust period 252°

    Camlift inlet/exhaust 0.250/0.250

    Valve Lift Standard Rockets 0.318/0.318

    Overlap 26°

    Die Nockenwellen haben die Nummern

    AEG 577 AEG 323 oder AEG 538

    Die Werte sind auch für die 1100 Serie. Der Nocken ist beim 1100 schmaler.

    Schöne Grüße

    Ragnar

  • Hallo Ragnar, hallo Wolfgang,


    na dann ist das doch die erste Wahl. Vor allem, und das ist echt cool, der aktuelle Trend bei den Renn-Nockenwellen geht auch in die Richtung einer gegenüber dem Einlass verlängerten Auslasszeit. Ich sags ja immer wieder, die waren früher gar nicht soo dumm.

    Und dann, der 1100er Motor wird oftmals unterschätzt. Im Serienzustand, fährt sich der Motor wunderbar. Bis 4000upm würde ich sagen, lässt sich der 1100er angenehmer fahren als der 1275ger.

    Just my 5 Cents


    Gruss

    Roland