nockenwelle identifizieren

  • Hallo zusammen,


    Ich frage mich wie ich dahinter kommen kann mit was fuer eine nockenwelle ich zu tun habe.

    Ich hab den heute ausgebaut und weil ich nichts weiss von diesen renn-motor moechte ich nach-forschen wass die da eingebaut hatten. Kann mann z.b. mit eine schiebe-lehre den hub messen und somit etwas nachvollziehen?

    Oder gibt es andere merkmale die mann nachsehen kann?

    Wahrscheinlich lachen die echten tuner jetzt..tja;) es sei so.

    Auf jedem fall weiss ich dass der motor jede menge dampf hatte mit dem ding.

    leider blieb das oel nicht aus die kolben, dass isst aber ein anderes thema.

    schonmal danke fuer evt. anweisungen.

    gruss!

    Frans.

  • hab gerade gesehen dass da 296 eingeschlagen isst, also tatsaechlich etwas 'race' artiges. mal ueberlegen ob ich den wieder einsetze wenn und ob der motor noch zu retten isst. hab ja eher lieber drehmoment beim beschleunigen als top-leistung, hohe drehzahlen werde ich eher selten machen.

  • Hallo leute,


    Danke fuer eure info, also wenn ich da in die liste schaue( ich hatte selber nur die aus den Moss-katalog) dann nehme ich mal an die 296 zahl deutet wahrscheinlich auf ' duration'. und die in der richtung beziehen sich alle auf entweder 'race' ode 'road-rally'. Stimmt denke ich: ich bekam bei meiner zu kurzen testfahrt jede menge shub vom motor in den 3000 + rpm bereich.

    leider weiss ich nich den hersteller, isst auch nicht so wichtig.

    Mein tuner hat gesagt er koennte dass verhalten noch besser hinkriegen so dass ich auch im drehzahl-keller genug schub kriege.

    dann muss ich aber erst feststellen und beheben warum die kolben so mit oel verdreckt waren. Erstmal wird alles gut ueberprueft.


    gruss!

    Frans.

  • Meiner Ansicht nach ist eine 296 "full race". Du musst aber mal verraten, was du denn mit dem Motor tun willst. Wenn du auf der Strasse fahren willst, würde ich ehr eine 286 nehmen, das ist rally - fast road und für den Hausgebrauch besser. Wilder ist nicht immer besser, wie gesagt, was willst du eigentlich mit dem Motor machen???

  • Es ist kein Problem z.B. 130 PS aus einem 1300er herauszuholen !

    Aber der Verschleiß, teilweise halten die Motoren nur 2000 KM.

    Dann baut euch doch einen K-Serien Motor ein.

    Grüße Holger

    Hallo Holger,


    also wenn das so einfach ist, also kein Problem ist 130PS aus einem 1300er herauszuholen, dann haben wohl viele keinen richtigen Plan. Warum halten die Motoren denn keine 2000Km? Was verschleisst denn da?


    Gruss

    Roland

  • Hallo Roland,

    in diesem Buch:

    https://www.abebooks.co.uk/978…nce-Manual-1845848691/plp

    Auf Seite 8-9

    It is possible for one of these engines to rev well past 7000rpm, to 8500rpm, for example, but there is a cost. That cost is, in the first instance, greatly accelerated wear in the short assembly (cylinder block, bearings,crankshaft journals and other related componentry). For an engine revving to 8500rpm on a continous basis, the rate of wear can be four or five times as great (or more) as that for an engine reving only to 7000rpm on a continous basis. this means that whereas a 7000rpm engine might do 2000 racing miles before needing new rings and bearings, an 8000-8500rpm engine will most likelyneed new rings, bearings and a crankshaft grind after only 200-300 racing miles.


    Für mich heißt das:

    300 Grad Nocke, harte Ventilfedern ,Kopf mit großen Ventilen, hohe Verdichtung,

    Alles gewuchtet ,passende Zündanlage und Vergaser....

    Und schon hat man sein 130 Ps zusammen, Bloß wie HALTBAR?

    Bei einem hochdrehenden Motor,im Buch spricht man(an anderer Stelle) bei 8500rpm ca.120Ps.

    Hoher Verschleiß an Kolbenringen Pleuel und Hauptlagern.

    Fast jegliche art von Tuning beschleunigt die Alterung des Motors.

    Grüße Holger

  • Hallo leute,

    Was ihr da beschreibt kann ich bestaetigen, die kolbenringe haben einen 'gap' von etwa 0.024", das isst weit ueber die verschleissgrenze von 0.012".

    Angeblich wurde der motor nur etwa 2 stunden eingestezt, aber dann auch am maximum. Dann hab ich an einige auslassventile viel zu viel spiel in die fuehrungen und auch einige ventilschaft-dichtungen waren defekt.

    Die frage wass ich mit den motor anfangen will isst richtig, in meinen fall einfach nur auf der strasse, nur dann und wann beim ueberholen werde ich mal dampf machen aber ansonsten nur touren. Da isst die 296 nockenwelle wahrscheinlich nicht der richtige. Wenn dass alles wieder zusammen geht werde ich wahrscheinlich auch etwas anderes wuenschen.

    dass liegt aber noch weit in die zukunft, die prioritaeten liegen im moment ganz woanders.

    Gruss!

    Frans.

  • Frans,

    ich habe lange Jahre einen 1098er 10CG mit einer 276er Nockenwelle gefahren. Ja, einen Fächerkrümmer hatte er auch, aber das war es schon. Damit war ich jederzeit gut unterwegs.

    Wenn es also nur mal ums überholen geht, vergiss den Rennmotor. Ein guter 1098er geht auch mal 6000U/min beim Überholen und das hält er lange Jahre aus.

    Schöne Grüße

    Ragnar

  • Es ist kein Problem z.B. 130 PS aus einem 1300er herauszuholen !

    Aber der Verschleiß, teilweise halten die Motoren nur 2000 KM.

    Dann baut euch doch einen K-Serien Motor ein.

    Grüße Holger

    naja, also ‚kein Problem‘ würd ich jetzt grad nicht sagen, wenn wir von echten 130 PS reden - sooo einfach ist das nicht..... Jan

    Das Leben ist zu kurz, langweilige Autos zu fahren.

    M.G. Midget MK II (basically.....) RHD in British Racing Green

    MGB GT V8 factory LHD #102 (1 of 7) in Glacier White

  • Hallo Männers,


    ja, da möchte ich doch dem Jan mehr als Recht geben. Ein großes Problem ist nämlich das "hörensagen". Jedem, welcher viel Geld ausgegeben hat, hört nämlich gerne diesen Satz: ähm...öhm, naja, schau mal das Leistungsdiagramm an...kratzt an den 130PS....

    Jetzt mal wieder Butter bei de Fische. Keith Calver, dem einen oder anderen aus der Mini Szene bekannt. Wir tauschen uns ab und an aus. 8)

    Die letzten paar Wochen diskutieren wir über meinen letzten Formel Junior Motor. 1100er Block, 1 3/4" Kurbelwelle, weil, identisch mit dem 950ger, also 76,2mm Hub und somit 1078ccm. Mein Ziel ist es, "um die 100PS" zu haben. Im Fahrerlager, wenn du einen fragst, wieviel PS hast du denn drinn, kommt wie aus der Pistole geschossen, mein Swift drückt um die 130....

    In Dijon vor 2 Jahren, laufe ich dem Nick Swift übern weg, frage ich den, was denn seine Formel Junior Motoren an Leistung drücken. Antwort: Yours is running very well, and right, 108 maximum 110 never seen.

    Hier zitiere ich mal aus einem Briefwechsel mit Keith Calver (ich habe sein ok) :

    This engine, he was told, was a 'last years engine - only 128BHP'

    (apparently the latest spec gave 135BHP....). It made 113BHP on our

    dyno...


    Das mit dem "wear" ist auch so ne Sache. Die letzten 30 Jahre nie einen Lagerschaden aufgrund von Verschleiss gehabt. Die letzte "Billet" Stahlkurbelwelle hat ziemlich genau 30 Jahre harten Rennbetrieb ausgehalten. Das alles mit nur einmal schleifen, aber nur desshalb, weil die Anlaufscheiben falsch herum eingebaut wurden. Schaltdrehzahl war zwischen 8-8200upm. Jedes Jahr wurde der Motor zerlegt, und in der Regel die gleichen Pleuel und KW-Lagerschalen wieder eingebaut.

    Renndistanz pro Saison ca 1800-2000Km.

    Ich glaube es kommt auch keiner auf die Idee, mit Serienmaterial einen entsprechenden Motor aufzubauen. Das wird nicht tun.


    Gruss und bleibt gesund

    Roland

  • Für mich ist eigentlich die Leistung völlig unwichtig, da vorgegebene 130 PS bei 8000 U/min oder auch bei 2000 U/min erreicht werden können, abhängig vom Drehmoment.

    Leistung = 2Pi x Drehmoment x Drehzahl

    Ich schaue mir eigentlich die Drehmomentkurve eines Motors an. Dann weiß ich wie stark der Motor ist. Also wenn mir jemand etwas von 130PS erzählt ist meine erste Frage bei welcher Drehzahl. Wenn ich dann etwas von 8000 U/min höre, dann frage ich wieviel PS hat er bei 3000 U/min, denn das ist das was ich brauche. Ich fahre nicht mit 8000 U/min sondern meistens irgendwo zwischen 2000 und 4000 U/min und für dieses Drehzahl interessiert mich was der Motor kann. Alles über 4000 U/min mag für ein Rennfahrzeug interessant sein, aber nicht für ein Fahrzeug das ich auf der Strasse bewege.

    Salut

    Marc

  • Also hab ich mal wieder viel zum ueberlegen! Zur zeit hab ich den rennmotor voellig zerlegt und werde mir alle zeit nehmen und mit hilfe von spezialisten erst einmal feststellen was alles gebraucht wird um den wieder in einen guten zustand zu kriegen. gut moeglich dass es kosten-maesig nie wieder soweit kommt. abwarten biss ich alle info habe.

    Der grund dass ich den 1100er loswerden wollte kann hoffentlich behoben werden. Erstmal war die standfestigkeit vom kopfdichtung in meinen augen durchaus beschissen, die distanz zwischen kolbe 1&2 und 3&4 isst eben winzig und wenn ich auf's gas gehe habe immer schiss dass er wieder aufgibt.

    kopfdichtung wechseln kann ich jetzt fasst mit eine arm auf den rucken:rolleyes:

    Ausserdem war die beschleunigung lachhaft. Aaber..da muss ich zugeben dass ich noch nie einen spezialisten rann gelassen hab, villeicht war der verteiler nicht optimal oder auch die vergaser.

    Jetzt wo ich die professionelle zuendung habe ( in einige rennklassen sogar verboten^^) kann villeicht etwas viel besseres dabei rauskommen.

    Wenn aber die kopfdichtung wieder aufgibt verschrotte ich dass ganze ding, davon hab ich 100% die schnauze voll.

    Ihr koennt euch villeicht vorstellen dass ich nach den kauf vom rennmotor mir das ganze anders vorgestellt hatte und jetzt vor-hatte durch die gegend zu fetzen mit angst ob die bremsen dass ganze ausshalten.:P

    naja, zugegeben dass war ein grosses risiko, und habe eben daneben gepisst. zum sovielsten mal: wenn etwas fasst zu gut scheint um wahr zu sein.....


    Unabhaengig von wass manche tuner und spezialisten darueber geschrieben haben weiss ich selber dass jede form von leistungs-steigerungen ihren preis haben in der form von einbuessung der standfestigkeit, isst keine neuigkeit. Der grund dass das auto pur als spassmobil und nur dann und wann benutzt wird ueber den sommer

    hatte ich mir erhofft es wuerde klappen mit einen motor wo alle tollen sachen schon gemacht wurden, dicke kolben, spezielle kipp-hebeln und so weiter, wer hat nicht schon mal in die katalogen geblaettert und sich solche massnahmen gewuenscht? ich schon.


    Positiv isst fuer mich dass ich fahren kann ueberhaubt. dass magische an diese kleinen fahrzeugen isst eben dass fahren.. pur.


    bleibt alle gesund!

    Gruss Frans.

  • Hallo Frans,


    vielleicht bist Du ja von falschen Vorraussetzungen oder von falschen Versprechungen ausgegangen? Egal, ob Du jetzt 950, 1100, 1275 oder 1400ccm unter der Motorhaube hast, das alles ist relativ. Es wird niemals so sein wie wenn Du einen 6 Liter AMG SLR bewegst. Was Du aber haben kannst ist, dass auf einer kurvigen Landstrasse Dir kein 911er oder Audi TT davonfährt. Zumindest solange da kein Walter Röhrl hinterm Lenkrad sitzt. Dazu braucht es aber keinen "Rennmotor" . Bei meinen Motoren sind zB noch 2,7mm zwischen 1+2 und 3+4. Solange die Zündung korrekt eingestellt ist, und nicht zu mager gefahren wird, funktioniert das in aller Regel. Je mehr ein Motor frisiert wird, desto schmaler wird der Grat auf dem Du dich bewegst und wo das Ganze noch funktioniert. Einen Rennmotor auf der Strasse zu fahren, macht keinen Spass. Zumindest nicht lange. Vor allem, wenn Du immer jemanden brauchst der nach Deinem Motor schaut. Nach meinem dafürhalten, hast Du den falschen Weg eingeschlagen und jetzt vermutlich viel Geld verloren. Meiner Meinung nach, sind 80-85PS in einem Spridget die optimale Motorisierung. Da kann man auch noch das Fahrwerk mit den Hebeldämpfern gut drauf abstimmen. Du solltest vielleicht Schritt für Schritt anfangen, es ist ein langer Weg.

    Dabei ist aber der Weg das Ziel.


    Gruss

    Roland