25D4 /DM2 MicroAdjustment

  • Nabend zusammen,

    nachdem ich immer noch meinen überholten Motor einfahre und ihn so langsam nach 1000mls etwas fordere, habe ich unter Last bergauf im mittleren Drehzahlbereich ab und an Klopfen. Grundeinstellung Zündzeitpunkt nach Vorgabe Motorbauer ca. 11° vor OT, sollte eigentlich passen.

    Aber - nun festgestellt: die Vorgaben sind auf 97 Oktan bezogen. Getankt habe ich aber bisher Super 95.

    Als fix-fix Abhilfeversuch habe ich jetzt mal die kleine Rändelschraube am Verteiler um 10 Klicks Richtung "R" (spät) gestellt - was mMn bei der Tour heute Verbesserung brachte. Zumindest konnte ich auch bei etwas steiler bergauf diesmal kein Klopfen feststellen. Nächster Abhilfeversuch wird Umstieg auf Super Plus/98 Oktan sein, sobald ich wieder an die Tankstelle muss.

    Mein hemdsärmliges Drehen am Microadjuster meines DM2 war nach Gefühl. Der Einstellbereich hat immerhin gezählt satte 142 Klicks. Wie viele Klicks sind 1°? Mein WHB sagt dazu nichts. Google sagt wenig, die Schätzungen gingen davon aus, das so 8 bis 12 Klicks einem Grad entsprechen (dann hätte ich jetzt ca. 1° auf später gestellt). Weiß das jemand von Euch genauer?

    Viele Grüße, Marcus ("Frogbite")

    Austin Healey Sprite Mk I - Bj. 7/1959

  • Hallo Marcus,

    ich habe dazu in der 1977er Ausgabe des Haynes folgende Angaben gefunden:

    Haynes 1977_Verteiler-Feinjustierung.png

    Elf Klicks entsprechen demnach 1° Verstellung.

    Man braucht 55 Klicks, um zwischen 2 Markierungsstrichen (Kerben) auf dem Schaft der Unterdruckdose zu verstellen (= 5° Verstellung).

    Aaaaber:

    Die Klicks werden von der Rändelung der Verstellschraube hervorgerufen, die über ein kleines Federblech rattert. DIese Rändelung wurde im Laufe der Zeit geändert, ggf. herstellerabhängig. Die alte Rändelung hatte 36 Einkerbungen, ich habe hier auch eine neuere, diese ist feiner und hat 48 Einkerbungen.

    Die Angaben im Haynes beziehen sich vmtl. auf die alte Rändelung. Bei meinen beiden Verteilern braucht man jeweils etwa anderthalb Umdrehungen des Einstellrads, um auf dem Schaft den Abstand zwischen 2 Markierungsstrichen zu überwinden (und damit 5° Verstellung zu erzeugen). Daher führen beim neueren Verstellrad 72 Klicks zu einer Verstellung von 5° und entsprechend braucht man dort ca. 14 Klicks für 1° Verstellung.

    Solche Änderungen der Rändelung könnten der Grund sein, weshalb die oben eingefügten Infos in der 1990er Ausgabe des Haynes nicht mehr enthalten sind.

    Gruß

    Stolli

    Austin-Healey Sprite Mk IV RHD Bj. 1970

    Jeden Morgen muss ich mich entscheiden:
    Den Sprite oder nicht den Sprite, das ist hier die Frage!

  • Hi,

    wenn er nach dem Verstellen der Zündung Richtung „Spät“ an der Rändelmutter nicht mehr klingelt ist doch alles gut. Später 97Oktan tanken und wieder rantasten an die Einstellung.

    Nebenbei, 1000 mls bisher „ein“gefahren, und jetzt erst den Motor „langsam“ fordern ist nicht förderlich. Von Anfang an nach und nach verschiedene Dtehzahlbereiche und alle Gänge durchfahren. Wenn er zäh wird vom Gas gehen und rollen lassen, dann wieder von vorne.

    Gruss Heiko

  • Heiko,

    ich zitiere hier mal aus der Bedienungsanleitung vom Frosch:

    7

    A U S T I N . H E A L E Y S P R I T E

    BEDIENUNGSANWEISUNGEN

    Die Wichtigkeit des Einfahrens des neuen Wagens kann nicht stark

    genug betont werden. Ausser allem Zuweifel wird der Besitzer oder

    Fahrer bald feststellen können, dass sorgfältiges und überlegtes Handeln

    während der Einfahrzeit sich auf die Zuverlässigkeit, Leistung und

    Lebensdauer des Wagens auswirkt.

    Einfahren

    Folgende Geschwindigkeiten sollten in den einzelnen Gängen während

    der ersten 800 krn nicht überschritten werden:

    1. Gang 2. Gang 3. Gang 4. Gang

    40 65 km/Std.

    Es ist äusserst wichtig, dass der Motor während des Einfahrens nie

    voll beansprucht werden darf, zum Beispiel bergauffahren mit kleiner

    Geschwindigkeit in grossem Cang. In diesem Falle muss unbedingt

    ein kleinerer Gang eingeschaltet werden.

    Rasante Beschleunigung und Drehenlassen des Motors mit hoher

    Tourenzahl im Leerlauf sollten ebenfalls vermieden werden.

    Nach den ersten 800 km kann die Geschwindigkeit langsam gesteigert

    werden. Die volle Leistung soll jedoch nicht vor den ersten 2400 krn

    und auch dann nur kurzfristig ausgenützt werden. Während dieser Zeit

    kann es vorkommen, dass die Leistung des Motors nachlässt, dann ist

    es von Vorteil, die Ventile leicht einschleifen und das Ventilspiel ein-

    stellen zu lassen. Der Motor beziehungsweise Wagen ist erst nach 4000 bis

    5000 km voll eingefahren. Die Zugabe von Obenschmieroel zum Benzin

    ist zu empfehlen. Besonders aber während der Einfahrzeit. Siehe Tabelle

    über empfohlene Schmiermittel auf Seite 33......

    Also, nach den Einfahrvorschriften von BMC noch nichts falsch gemacht.

    ALLERDINGS, meine ich mich zu erinnern, dass SUPERBENZIN als Kraftstoff vorgechrieben war. Ich kann aber dazu keine Angaben in der Bedienungsanleitung finden. Das kann eigentlich nicht sein. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, Superbenzin hatte damals 98 Oktan!!! Entspricht also dem heutigen Super plus.

    Aus heutiger Sicht sind solche Einfahrvorschriften sicherlich weit übertrieben und damals sicherlich von irgendwelchen Rechtsanwälten beim Hersteller empfohlen worden, weil, wer hält sich denn schon an eine Einfahrzeit von 5000KM?????

    just my five Cents

    Roland

  • Findet oder weiss Stollipedia etwas über die damals vorgeschriebenen

    Kraftstoffqualitäten in den Spridgets???

    Aber, damals gabs nur "normal" und "Super". Normal mit 92 Oktan und

    Super mit 98. Also sind unsere Motoren für entweder, oder. Zumindest wenn die weitgehend dem Serienzustand entsprechen.

    Bei uns im Schwabenland gibts folgenden Spruch:

    Dem Hengst gehört der Hafer.....

    sprich, wenn einer was leisten muss, dann braucht er auch ordentliches Futter.

    Sportwägelchen zB bekommt/braucht 102Oktan, aber das hat seine Gründe, siehe obigen Spruch.

    Aber, jeder wie er mag. Es wurden schon genug Pferde zu Tode geritten.

    Nochn schwäbischer Spruch dazu: Kaum hab ich der Kuh das fressen abgwöhnt, ist se gstorba.

    Mir Schwoba hens halt druff.... :S

    Gruss

    Roland

    Einmal editiert, zuletzt von Roland (9. Juni 2024 um 09:57)

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